Alle sechs bis acht Wochen stellen wir im ocelot abends ein paar Stühle im Kreis auf und feiern mit euch das,
weshalb wir diesen Beruf auch gewählt haben: den intensiven Austausch über Literatur.
Wir wollen unserem Lesen noch genauer auf den Grund gehen, wollen Bücher auf noch mehr prüfen als allein auf ihre Form und ihren Inhalt.
Im Austausch mit anderen hat eine Lektüre so viel mehr Seiten, als wir allein je entdecken könnten.
Der Eintritt ist frei.
Wir freuen uns immer auf neue Teilnehmer*innen
In der 45. Ausgabe sprechen wir über den Roman "Der beste Tag seit Langem" von Jana Volkmann
Eine Sommernacht in der Wiener Innenstadt, zwei Frauen sind auf dem Heimweg, als ihnen in einer kleinen Gasse ein herrenloses Pferd begegnet. Das leicht verwahrloste Tier trottet ihnen nach bis zu ihrem Häuschen in der Vorstadt und bezieht im Garten Quartier. Fortan kümmern die beiden sich um den neuen Mitbewohner. Was zunächst wie eine märchenhafte Fantasie anmutet, steigert sich zu einem außergewöhnlichen Roman über das Zusammenleben von Tier und Mensch, über Tierrechte und Ausbeutung, über Selbstbestimmung und ihre Grenzen. Mit Eleganz und Witz erzählt Jana Volkmann eine hochaktuelle Geschichte, in der Hühnerfabriken gestürmt werden, Schweine über die Simmeringer Hauptstraße galoppieren - und jede*r für sich entscheiden muss, wie wir in Zukunft leben wollen ...
Moderation: Mely Kiyak
Es ist der 2. Juli 1937, in ihrer Lockheed Electra fliegt Amelia Earhart hoch über dem Ozean. Die Schatten der Wolken sehen aus wie Inseln. Sie steht kurz davor, als erster Mensch die Welt zu umrunden. Dies ist die schwerste Etappe.
Jo Lendle erzählt die Geschichte einer Heldin, die keine Heldin sein will. Amelia fliegt, sie schreibt, sie setzt sich für Frauen ein – ein Vorbild. Doch sie hadert mit all den Zuschreibungen, weil sie sich selbst darin nicht findet, nicht zuletzt in den Kategorien von Frau und Mann. Also hebt sie ab und lässt alles hinter sich, ohne Kompromisse.
»Die Himmelsrichtungen« ist das Porträt eines ungeheuer mutigen, charismatischen, eigensinnigen Menschen. Es ist eine Liebesgeschichte mit wechselnden Beteiligten – manche erstaunlich, andere flüchtig wie Wolken. Und es ist ein Roman über die Erinnerung und wie sie sich allmählich entblättert. Jede Schicht zeigt die Vergangenheit in einem neuen Licht. Wie soll man diese Geschichte anders erzählen als rückwärts? Amelia weiß noch nicht, dass es der letzte Tag ihres Lebens ist.
Jo Lendle wurde 1968 geboren und studierte Literatur, Kulturwissenschaften und Philosophie. Bei der DVA sind seine Romane 'Was wir Liebe nennen' (2013), 'Alles Land' (2011), 'Mein letzter Versuch, die Welt zu retten' (2009) und 'Die Kosmonautin' (2008) erschienen, zudem 2021 bei Penguin 'Eine Art Familie'.
© Foto: Heike Bogenberger
Alle sechs bis acht Wochen stellen wir im ocelot abends ein paar Stühle im Kreis auf und feiern mit euch das,
weshalb wir diesen Beruf auch gewählt haben: den intensiven Austausch über Literatur.
Wir wollen unserem Lesen noch genauer auf den Grund gehen, wollen Bücher auf noch mehr prüfen als allein auf ihre Form und ihren Inhalt.
Im Austausch mit anderen hat eine Lektüre so viel mehr Seiten, als wir allein je entdecken könnten.
Der Eintritt ist frei.
Wir freuen uns immer auf neue Teilnehmer*innen.
Beim 44. Lesekreis reden wir über "Kassandra in Mogadischu" von Igiaba Scego, übersetzt aus dem Italienischen von Verena von Koskull, sowie "Die Ballade vom vakuumverpackten Hähnchhen" von Lucie Rico, aus dem Französischen übersetzt von Milena Adam.
KASSANDRA IN MOGADISCHU
Wie erzählt man die Geschichte einer Familie, wenn die gemeinsame Sprache in der Diaspora verloren geht? Wenn die Erinnerungen trügen und geliebte Verwandte seit Generationen in die ganze Welt zerstreut leben? In ihrem gefeierten autofiktiven Roman geht die große italienische Erzählerin Igiaba Scego auf Spurensuche zwischen Mogadischu und Rom. Sie erzählt von verloren geglaubten Müttern und wiedergefundenen Brüdern, von einer Kindheit im Busch und der Schule in Rom-Nord, von Verletzungen der Kolonialgeschichte, die sich über die Generationen tragen - und von der großen Hoffnung, die im Erzählen liegt.
DIE BALLADE VOM VAKUUMVERPACKTEN HÄHNCHEN
Schon seit ihrer Jugend ist Hannah Vegetarierin. Sie lebt in der Stadt und hat nur noch wenige Verbindungen zum dörflichen Leben ihrer Kindheit. Als jedoch ihre Mutter stirbt, kehrt sie auf deren Hühnerhof zurück - vorübergehend, denkt sie, bis alles geregelt ist. Doch das Landleben in seiner Schönheit und seinem Schrecken nimmt sie in Beschlag, und schon bald entwickelt Hannah ein ganz besonderes Verhältnis zu den Tieren: Sie schlachtet und vakuumiert sie, verabschiedet aber jedes Hähnchen mit einer eigenen Biografie, die der Verpackung beiliegt. Aus dieser Geste der Wertschätzung entsteht ein Marketingprojekt, das irrwitzige Ausmaße annimmt: »Hannahs Hähnchen« werden zum Supermarkthit mit unerwarteten Folgen für Leib und Leben von Mensch und Tier. In Lucie Ricos amüsantem wie irrwitzigem Roman gerät das Leben der Protagonistin innerhalb der unerbittlichen Hackordnung von Hühnerstall, Fleischindustrie und Menschenwelt langsam, aber sicher außer Kontrolle, und der Weg vom Bauernhofidyll zur grellen Fleischtheke erscheint kürzer als gedacht.
Hallo liebe Freund*innen des Ocelots und Verbündete der Literatur,
Zum Jahresende möchten wir eine liebgewonnene Tradition endlich wieder aufleben lassen. Nachdem wir in den schwierigen Corona-Jahren aus Abstandsgründen darauf verzichten mussten, wollen wir Euch endlich wieder zu einer kleinen Weihnachtsfeier im ocelot einladen. Der Abend findet am 1. Adventssamstag, den 30. November 2024 statt. Los geht es um 19 Uhr.
In gemütlicher Atmosphäre erzählt das ocelot Team über aktuell Gelesenes und wir empfehlen verschiedene Lieblingsbücher dieses Jahres. Bei Gebäck und Glühwein stehen wir für Geschenkideen und plaudern über die Literatur, die uns diesem Jahr besonders beeindruckt hat.
Außerdem möchten wir an diesem Abend unsere zwei neuen Mitarbeiter*innen in unserem vorstellen und Meinolf und Melina ganz offiziell im Team begrüßen.
Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht nötig. Kommt gern vorbei, bringt Eure Liebsten mit und feiert mit uns die Freude an tollen Texten!
Wir freuen uns auf Euch und hoffen, wir sehen uns jauchzend und frohlockend am 30.November bei uns in der Brunnenstraße!
Herzliche Grüße,
Eure ocelots,
Am 06.11. um 20:00 Uhr ist es endlich wieder soweit und unsere Kompliz*innen vom Verlagshaus Berlin präsentieren ihre neuen Bücher bei unserer großen Herbstpremiere!
Diese Veranstaltung hat bei uns im Haus bereits seit einigen Jahren eine feste und liebgewonnene Tradition und wir freuen uns schon jetzt ganz besonders auf die fulminante Lyrik-Wundertüte, die das Verlagshaus Berlin diesmal mitbringen wird.
Es lesen aus ihren kommenden Neuerscheinungen: Mátyás Dunajcsik, Ana Tcheishvili, Sandra Gugič, Tillman Severin (Übersetzer) und Björn Kuhligk.
Durch den Abend führt das Verlagshaus Berlin Team.
Moderation: Gerwig Epkes
Woher wissen wir, dass etwas wirklich ist? Oder kreuzen Gedanken wie Wolken unser Gehirn? Der Ich-Erzähler in Anton Artibilovs Debütroman Angespannt vapen erlebt eine zufällige (?) Vision im Wald und begibt sich danach auf die Suche nach einer Vape, die aus seinem halben (manchmal auch viertel) Leben ein ganzes machen wird. Während er Tag für Tag Spikeball spielt, arbeiten geht, seine Verwandten verliert, sich an Sex erinnert und seinen guten Freund auf dem Bio-Bauernhof besucht, gerät er tiefer und tiefer in einen Strudel aus Ereignissen, die verdächtig miteinander zusammenhängen. Wobei, hängen sie wirklich miteinander zusammen? Manchmal kommt es einem nur so vor, besonders wenn man Yak geraucht hat. Ein Drogen-Roman also - oder doch ein Verschwörungsroman? Noch eher ein Roman über Wahrnehmung, über das ständige Diskutieren mit sich selbst und anderen und dem normalen, menschlichen Alltag, der immer wieder begleitet wird von der Frage: "Liegt es an mir oder passiert hier wirklich etwas Seltsames?" Leichtfüßig, unterhaltsam und ungeheuer lässig die inneren und äußeren Grenzen des Bewusstseins durchstreifend. "Na gut, ehrlich gesagt spielt er nur ganz am Anfang Spikeball und dann nie wieder."
Anton Artibilov wurde 1996 in Charkiw geboren und zog mit seinen Eltern 1999 nach Leipzig. Er studierte Philosophie, Anglistik/Amerikanistik, Szenisches und Literarisches Schreiben in Dresden, Berlin und Leipzig. 2022 erschien seine Erzählung "Mausoleum Mann" im Sukultur Verlag, 2023 "Schöne Geister" bei Matthes & Seitz und "Der Niedergang des mikrotext Verlags" bei mikrotext. Seine Theaterstücke wurden bereits an mehreren Theatern etwa in München und Dresden aufgeführt und der Kurzfilm "French Flamingo Fucker", für den er das Drehbuch geschrieben hat, für den Max Ophüls Preis nominiert. "Angespannt vapen" (mikrotext, 2024) ist sein erster Roman. Momentan lebt und arbeitet Anton Artibilov bei seinen Freunden oder Verwandten auf dem Sofa.
Annette Kopetzki im Gespräch mit Claudia Hamm
Am 30.9. ist wieder Hieronymustag, der Internationale Übersetzertag.
Ohne Literaturübersetzende gäbe es keine Weltliteratur und wir könnten unsere Lieblingsautoren und -autorinnen ohne entsprechende Sprachkenntnisse gar nicht lesen. Doch damit Texte auf Deutsch berühren und ihren Sog entfalten können, ist die Expertise von Rekreateur*innen gefragt. Einer alten Ocelot-Tradition gemäß laden wir ein, eine Vertreterin dieser viel zu unsichtbar gemachten Zunft in Lesung und Austausch mit der Autorin, Übersetzerin und Regisseurin Claudia Hamm zu erleben – und auf dem Weg die Literaturlandschaft und drei exemplarische Bücher des diesjährigen Gastlandes der Frankfurter Buchmesse, Italien, kennenzulernen.
Im Ocelot wird Annette Kopetzki uns in Lesung und Gespräch in ihre Arbeit an Roberto Savianos Roman "Falcone" (Carl Hanser Verlag), an der poetischen Prosa von Maddalena Vaglio Tanet "In den Wald" (Suhrkamp) und dem Stimmenkaleidoskop von Ginevra Lamberti zwischen dörflicher und städtischer Welt der letzten 70 Jahre in "Der Aufruhr unserer Herzen" (Piper) mitnehmen.
Claudia Hamm moderiert seit Jahren im Ocelot den Hieronymustag. Sie ist Autorin von Essays, Theaterstücken und Prosa, übersetzt seit 16 Jahren die Werke Emmanuel Carrères, aber auch Bücher z.B. von Joseph Andras, Édouard Levé oder Mathias Énard und war als Regisseurin selbst viele Jahre an Theatern und Festivals in Italien tätig.
Die Veranstaltung wird freundlicherweise von der Weltlesebühne gefördert.
MODERATION: LUDWIG LOHMANN
Eine Geschichte über das Verlieren, Suchen und Wiederfinden. Über Schuld und Vergebung, das Wesen der Liebe und die unerschütterliche Kraft des Zusammenhalts.
Sechs Kinder in einem Heim geben einander Halt, aber verlieren sich wieder. Bis sich einer von ihnen auf die Suche begibt. Als Vierzehnjähriger kommt Jimmy in ein mitten im Autobahnwald gelegenes Kinderheim, genannt "das Heim der Wölfin". Dort trifft er Frei, Pappel, Lilly, Sinan und Beria. Die Erfahrung von Verlust und Verlorenheit schweißt die Kinder schnell zusammen, sie sind füreinander da, weil es sonst keiner ist. Doch die Gemeinschaft wird zersprengt, zwei von ihnen verschwinden spurlos. Als Jimmy volljährig wird und seinen eigenen Weg gehen muss, lässt ihn die Vergangenheit nicht los. Was geschah damals? Er begibt sich auf die Suche nach seinen vermissten Freunden und es entfaltet sich eine Geschichte über Schuld, Vergebung und dem Streben nach einem besseren Leben.
Salih Jamal hat seine Wurzeln in Palästina und lebt in Düsseldorf. Er veröffentlichte die Romane 'Blinder Spiegel' (2022) und 'Das perfekte Grau' (2021) (beide Septime).Letzterer erreichte einen Platz auf der Hotlist für die zehn besten Bücher unabhängiger Verlage.
Autorenfoto: © Nicole Friederichs
Alle sechs bis acht Wochen stellen wir im ocelot abends ein paar Stühle im Kreis auf und feiern mit euch das,
weshalb wir diesen Beruf auch gewählt haben: den intensiven Austausch über Literatur.
Wir wollen unserem Lesen noch genauer auf den Grund gehen, wollen Bücher auf noch mehr prüfen als allein auf ihre Form und ihren Inhalt.
Im Austausch mit anderen hat eine Lektüre so viel mehr Seiten, als wir allein je entdecken könnten.
Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns immer auf neue Teilnehmer*innen.
Beim 43. Lesekreis reden wir über "Auf allen Vieren" von Mirandy July sowie "Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne" von Saša Stanišić
AUF ALLEN VIEREN
Eine mittelmäßig bekannte Künstlerin schenkt sich selbst zum 45. Geburtstag einen Trip von der Westküste der USA nach New York. Sie möchte sich selbst etwas beweisen und plant die Tour alleine mit dem Auto, raus aus der Komfortzone. Nach zwei Wochen muss sie wieder zurück sein, bei Mann und Kind, aber vor allem, weil die größte lebende Popsängerin sie treffen möchte, um über ein gemeinsames Projekt zu sprechen. Doch weit soll sie nicht kommen. Wenige Kilometer von ihrem Vorstadthaus entfernt, verliebt sie sich vermeintlich in den Mann, der ihre Autoscheibe an der Tankstelle saubermacht, Davey. Sie mietet sich in einem billigen Motel ein, lässt ihr Zimmer von Daveys Frau völlig neu einrichten und imaginiert sich in ein anderes Leben hinein. Ein großer Roman über Weiblichkeit abseits der Norm und Lust außerhalb von Konventionen.
MÖCHTE DIE WITWE ANGESPROCHEN WERDEN, PLATZIERT SIE AUF DEM GRAB DIE GIEßKANNE MIT DEM AUSGUSS NACH VORNE
Was wäre, wenn man nicht diese eine Entscheidung getroffen hätte, sondern jene andere? Was wäre, hätte man der Erwartung getrotzt?
Und dann ist da trotzdem die Furcht, feige gewesen zu sein, zu lange gezögert und etwas verpasst zu haben, ein besseres Ich, ein größeres Glück, die lustigeren Haustiere und Partner.
SaSa StaniSic führt uns an Orte, an denen das auf einmal möglich ist: den schwierigeren Weg zu gehen, eine unübliche Wahl zu treffen oder die eine gute Lüge auszusprechen.
So wie die Reinigungskraft, die beschließt, mit einer Bürste aus Ziegenhaar in der Hand, endlich auch das Leben in die eigenen Hände zu nehmen. So wie der Justiziar, der bereit ist zu betrügen, um endlich gegen seinen achtjährigen Sohn im Memory zu gewinnen. Und so wie der deutsch-bosnische Schriftsteller, der zum ersten Mal nach Helgoland reist, nur um dort festzustellen, dass er schon einmal auf Helgoland gewesen ist.
Am besten wäre ja, man könnte ein Leben probeweise erfahren, bevor man es wirklich lebt.
James Baldwin (1924 – 1987) gehört zu den wichtigsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Schon zu Lebzeiten machten ihn seine Bücher «Giovannis Room» und «The Fire Next Time» berühmt und brachten ihn auf die Coverseite des «Time Magazine». Aber Baldwin war schwarz und schwul, die Gesellschaft, in der er lebte, rassistisch und schwulenfeindlich. Aus dieser Spannung ist ein einzigartiges Werk entstanden, das die Tore weit aufgestoßen hat, durch die Generationen von Aktivisten nach ihm gegangen sind. Am 2. August 2024 wäre der große Autor, den manche einen Propheten nannten, 100 Jahre alt geworden.
In seinem elegant geschriebenen Porträt skizziert Baldwin-Kenner René Aguigah das Leben Baldwins von der Herkunft in ärmlichen Verhältnissen in Harlem bis zur Flucht vor dem alltäglichen Rassismus nach Paris, seinen rasanten Aufstieg zu einem gefragten Redner und seine Beziehungen mit Martin Luther King und Malcolm X. Vor allem aber begibt sich Aguigahs essayistisches Buch auf die Suche nach dem, was Baldwin uns heute noch mitzuteilen hat. Es fragt nach dem Verhältnis zwischen seinem Künstlertum und Aktivismus, der Spannung zwischen Literatur und Politik, seinem Eintreten für Minderheiten und seinen universalistischen Überzeugungen. Baldwin, der Hass so gut kannte, hielt in seinen Romanen und Essays an der Liebe als Hoffnung fest. Aguigah porträtiert ihn als Zeugen einer Zeit der Gewalt und des Unrechts, die bis heute fort existieren.
René Aguigah ist Kulturjournalist und leitet das leitet das Ressort Literatur bei Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur.
Moderation: Dominique Haensell
© Foto: Carolin Görgen