Was ist wirklich wichtig im Leben? Weder Karriere noch Konsum, sagt Alphirte Patrick. Ihn zieht es "nüüf", wie es im Dialekt seiner Heimat heißt. Hinauf ins Allgäuer Hochgebirge. Mit 116 Rindern, 24 Schafen, sechs Ziegen und sechs Hennen. Sein Glück findet er auf der abgeschiedenen Einödsberg-Alpe bei Oberstdorf, einem der höchsten Weidegebiete Deutschlands.
Wenn Du Dich traust, in unserer Buchhandlung 2 Minuten lang möglichst fehlerfrei vorzulesen, erhälst Du eine Überraschung! Das Buch, aus dem du vorlesen möchtest, kannst Du mitbringen, so kannst Du vorher üben.
Türkisch. Deutsch. Armenisch. Eine Familiengeschichte voller Glanz, Tragik und Gewalt. Als der Berliner Komponist Kaan für einen längeren Aufenthalt nach Istanbul reist, wird er mit Gewalt auf die verschüttete Geschichte seiner Familie gestoßen. Deutlich und unerwartet überkommt ihn das Trauma seiner Großmutter, die durch den Völkermord an den Armeniern zur Waise wurde. Kaan beginnt, sich zu erinnern: an seine Großeltern, sie Armenierin, er Türke, die in den Jahren der Republik unter Atatürk zu Wohlstand kamen, um am Ende doch alles zu verlieren. An seine Mutter, die ihre türkische Heimat für einen deutschen Mann hinter sich ließ. An seine eigene Kindheit, Besuche bei den Großeltern am Schwarzen Meer, die nach grünen Bohnen und salzigem Fisch schmeckten, nach der Wärme der Baglama klangen und in den Farben der Wellen leuchteten. Und während Kaan erzählt, erfasst ihn ein Wunsch nach Rache. Und nach Vergebung. Marc Sinans Romandebüt besticht durch Erfindungskraft, Poesie und fantastische Erzähllust.
Foto Marc Sinan © J.L.Diehl
JETZT WIRD ENDLICH JA GESAGT!
»Meine beste Freundin Gertrud heiratet! Was es da alles zu organisieren gibt!
Die Hochzeitssuite ist reserviert, an die Heizdecke und den Duschhocker habe ich die Hausdame erinnert, und das Büffet ist bestellt. Es sollte eigentlich alles klappen. Hoffentlich versucht Gunter nicht, Gertrud über die Schwelle zu heben. Wissen Se, sie hat ein paar Polster auf den Hüften, und Gunter hat die Bandscheiben frisch zusammengetackert. Da geht man besser kein Risiko ein.«
Von 1945 bis 1957 lebten im bayerischen Wolfratshausen im Ortsteil Föhrenwald zeitweise mehr als 5000 Juden, Überlebende des Holocaust - mit Synagogen, Religionsschulen und einer eigenen Universität für Rabbiner. Föhrenwald hatte eine jüdische Selbstverwaltung, eine jiddische Zeitung und eine jüdische Polizei. 1957 wurde Föhrenwald aufgelöst, die Bewohner auf deutsche Großstädte verteilt. Föhrenwald wurde umbenannt und aus dem kollektiven Gedächtnis gelöscht. Der Ort steht exemplarisch für einen weitgehend unbekannten Teil der deutschen Geschichte. Der Autor ist dort aufgewachsen, er hat das Schweigen erlebt. Er verwebt die Spurensuche in seiner Heimat mit den Geschichten der Überlebenden - denen, die nach Israel gingen, und denen, die aus dem Land der Täter nicht wegkonnten.
Alois Berger, Jahrgang 1957, studierte Philosophie und Politik. Er war viele Jahre EU-Korrespondent der taz in Brüssel sowie Radio- und Fernsehreporter für DLF, WDR und Dokumentarfilmer für ARTE. Er lebt als freier Journalist in Berlin.
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, der VHS und der Stadtbibliothek Memmingen statt.
Foto Alois Berger © Bernd Lammel
Der Maulwurf fragt alle Tiere, die er trifft, wie das mit dem Fliegen geht, den Hahn, die Fliegen. »Warum willst du, was du nicht kannst?«, fragt die Kuh, der es eindeutig Wunder genug ist, wenn sie vorn fressen und hinten Fladen machen kann. Die Eule aber weiß, dass Maulwürfe sehr gut hören können und schlägt ihm vor, mit den Ohren zu fliegen! Und der Erdvogel fliegt und riecht nach Wind und weiter Welt!
Pohyb's und konsorten haben das Bilderbuch in eine Theateraufführung umgesetzt.
Abwechlungs- und temporeich, witzig und spannend - ein poetisch-witziger Mutmacher für Jund und Alt ab 3 Jahren. Im Stück kombinieren die beiden Akteure von pohyb's und konsorten Text und Bilder in verspielter Weise. In ihrer typischen Melange aus Mimik, Gestik und körperbetontem Spiel schlüpfen die beiden Spieler in raschen Wechseln in die Figuren der Geschichte.
Ein Theaterstück für Jung und Alt ab 3 Jahren
Kurz vor dem Ostermorgen erwacht der Osterhase krank und kann seine Arbeit nicht zu Ende bringen. Ostern scheint dieses Jahr wohl ausfallen zu müssen, wenn da nicht Elsbeth, die Freundin des Osterhasen, wäre. Hilfe ist in Sicht und das Osterfest wird schließlich doch noch gerettet.
Tamara Faye wurde 1973 in Heimenkirch geboren und ist in Lindenberg im Allgäu mit zwei Brüdern aufgewachsen. Schon in der Grundschule mochte sie es, Aufsätze zu schreiben und zu bebildern. Nach der Realschule absolvierte sie die Ausbildung zur Erzieherin und arbeitet seitdem in einem Kindergarten in Lindenberg, den sie seit über 20 Jahren auch leitet.
Bereits in ihrer Kindheit malte und zeichnete sie gerne und entdeckte schon früh ihre Liebe zum Bilderbuch. Mittlerweile hat sie eine private Sammlung von über 500 Bilderbüchern. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit ihrer Familie und in ihrem Garten. Die Autorin ist verheiratet, hat zwei Töchter und lebt mit ihrer Familie in Lindenberg.
>Tell<-Saga einen Pageturner, einen Thriller, ein Ereignis: Beinahe 100 schnelle Sequenzen und 20 verschiedene Protagonisten jagen wie auf einer Lunte dem explosiven Showdown entgegen. Keine Nach-, keine Neuerzählung, sondern ein Blockbuster in Buchform: >The Revenant< in den Alpen, >Braveheart< in Altdorf.
Ein archäologischer Cold Case wird neu aufgerollt. Eine Frau, ein Kind, Todesumstände ungeklärt. Von den Nazis entdeckt und für ihre Zwecke missbraucht, versank das 9000 Jahre alte Grab in Vergessenheit. Nun wird der Cold Case der Schamanin von Bad Dürrenberg neu aufgerollt. Es handelt sich um einen der aufregendsten archäologischen Fälle Europas. Der als Retter der Himmelsscheibe von Nebra bekannte Archäologe Harald Meller leitet die Forschungen rund um die mächtige Frau und das Kind an ihrer Seite. Der Bestsellerautor Kai Michel ist hautnah dabei. Mit der Hilfe von Genetikern, Anthropologen und Medizinern gelingt es, eine wundersame Welt auferstehen zu lassen.
Die Nationalsozialisten hatten das Skelett für das eines alten, weißen Mannes gehalten (einen Ur-Arier zumal). Tatsächlich gehört es der bedeutendsten Frau ihrer Zeit: Ihre Haut war dunkel, sie war eine der Letzten, die in Mitteleuropa jagend und sammelnd lebten, bevor sich die Welt wandelte und die Menschen sesshaft wurden.
Die Autoren rekonstruieren das mitreißende Schicksal einer schier unglaublichen Frau. Sie dringen zu den Wurzeln von Spiritualität und Religion vor und konfrontieren uns mit Fragen nach uns selbst und unserem Verhältnis zur Welt. Sie zeigen aber auch, wie die menschliche Vorgeschichte immer wieder missbraucht wurde und warum es höchste Zeit ist zu verhindern, dass wir um unsere tatsächliche Geschichte betrogen werden. «Ein hochspannendes Buch! Harald Meller und Kai Michel zeigen, was präzise Analyse und moderne Forschung für die Entschlüsselung unserer Vergangenheit leisten können.» Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin
Kiew, 1919: In den Wirren nach der Russischen Revolution stößt der junge Samson, gerade zur Vollwaise geworden, beinahe durch Zufall zur neuen sowjetischen Polizei. Sein erster Fall ist gleich äußerst mysteriös: Ein abgeschnittenes Ohr, ein Knochen aus reinem Silber und ein Anzug aus feinem englischem Tuch geben ihm Rätsel auf. Doch die Zeiten sind gefährlich und halten jeden Tag neue Überraschungen bereit. Zum Glück lernt Samson die patente Nadjeschda kennen, die ihm bei den Ermittlungen hilft und an die er schon bald sein Herz verliert.
ANDREJ KURKOW ERHÄLT DEN GESCHWISTER-SCHOLL-PREIS 2022