Als Sarah Straubs Großmutter dement wurde, prägte das die damals 20-jährige Enkelin sehr. Neben ihrem eingeschlagenen Weg zur erfolgreichen Musikerin studierte sie Psychologie, promovierte über Demenzerkrankungen und klärt heute über Demenz auf. Diese Erkrankung ist ein Thema, das immer drängender wird: Allein in Deutschland leben ca. 1,6 Mio. Demenzkranke. Und jeden Tag kommen rund 900 Neuerkrankte dazu.
Sarah Straub zeigt mit ihrem ersten Buch "Wie meine Großmutter ihr Ich verlor" in vielen Beispielen, was es bedeutet, wenn aus Vergesslichkeit Demenz wird, welche Aufgaben, aber auch Hilfsmöglichkeiten mit dieser Diagnose verbunden sind, wie der Lebensalltag mit einem Demenz-Erkrankten geregelt und das Endstadium dieser Erkrankung würdevoll gestaltet werden kann.
Sarah Straub, geboren 1986, ist promovierte Diplom-Psychologin und arbeitet als wissenschaftliche Angestellte am Universitätsklinikum Ulm. Sie hält für unterschiedliche Organisationen regelmäßig Vorträge zum Thema »Frontotemporale Demenz«. Daneben ist sie leidenschaftliche Musikerin und erfolgreiche Liedermacherin. Sie veröffentlichte bis jetzt drei Alben, das letzte in Zusammenarbeit mit Konstantin Wecker.
Die Konzertlesung veranstalten wir gemeinsam mit der VHS Amberg-Sulzbach und dem Verein SEGA - Seelische Gesundheit im Alter
Der neue Roman vom Gewinner des Crime Cologne Award 2022 und des Friedrich-Glauser-Preises 2021
Die berührende Geschichte eines Mannes, der seiner kaltherzigen Kindheit nie ganz entkommt und in die Mühlen der Geschichte gerät
Im Sommer 1897 erblickt Anton Rosser auf einem abgelegenen Hof in der Fränkischen Schweiz das Licht der Welt - ein dunkles Licht mit schwarzen Schatten, die ihn sein Leben lang begleiten. Er lebt dort abgeschieden und allein, bis ihn im Winter 1968 ein Wanderer auffindet, vornübergesunken an seinem Küchentisch, erfroren. Der Arzt bescheinigt einen natürlichen Tod, doch bleiben Fragen.
Im Tal erzählt die Geschichte eines Mannes, der zeit seines Lebens um sein Leben kämpft, doch nicht gewinnen kann.
Tommie Goerz, Jahrgang 1954, lebt als Schriftsteller in Erlangen. Bekannt wurde er vor allem mit seiner Reihe um Kommissar Friedo Behütuns. Sein 2020 erschienener Roman »Meier« stand auf der Krimibestenliste und wurde mit dem Friedrich-Glauser-Preis in der Kategorie »Bester Roman« ausgezeichnet. 2022 folgte »Frenzel«, für den er den Crime Cologne Award für den besten Kriminalroman erhielt.
Der fünfte Fall für Melia Adan und Vincent Veih
Melia Adan hat es im Polizeiapparat schon in jungen Jahren weit gebracht. Doch mit einem Auftrag wie diesem hätte sie im Leben nicht gerechnet: Die Bundeskanzlerin persönlich bittet um ihre Hilfe. Offenbar wird die Regierungschefin von jemandem aus ihrem direkten Umfeld erpresst. Zugleich bringt sich, angeführt von einem bekannten Meinungsmacher, eine neue rechtskonservative Bewegung für die nächsten Wahlen in Position. Angesichts der aufgeheizten Stimmung im Land scheint plötzlich alles möglich. Es entbrennt ein ungeheurer Kampf um politische Glaubwürdigkeit, Einfluss und Macht.
»Manchmal muss es einfach ein fesselnder Polizeithriller sein. Und die schreibt in Deutschland keiner besser recherchiert als mein großartiger Kollege Horst Eckert.«
Carsten Henn, Autor von "Der Buchspazierer" (23. März 2021)
Andrei S. Markovits legt mit diesem Buch die bewegte Autobiografie eines jüdischen Intellektuellen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor, geprägt von vielfältigen Orten, Sprachen und Emigrationen. Er analysiert vor allem die Strapazen der doppelten Emigration: aus Rumänien, wo er geboren wurde, nach Wien, wo er zur Schule ging, und von Wien nach New York, wo er an der Columbia University studierte.
Moderation: Erich Später
In Kooperation mit dem Verein für Politik & Kunst eV und verdi
Wie prägt das Pflegen einen Menschen, wie prägen ihn die Gepflegten? Nach seinem Buch »Pflegeprotokolle« (2021), in dem er Berichte über die Care-Arbeit anderer protokollierte, widmet sich Frédéric Valin nun in einem autobiografisch gefärbten Roman der eigenen Pflegetätigkeit. Sieben Jahre lang arbeitet der Protagonist auf einer Gruppe mit Menschen, die als geistig behindert gelten, und lernt dabei nicht nur die Bewohnerinnen kennen, sondern auch etwas über die Macht, die ihm übertragen wird, die Machtlosigkeit der Bewohnerinnen, er hinterfragt die Mechanismen des Pflegesystems und die gesellschaftlichen Gewissheiten über Krankheit, Behinderung und Tod – und er wird dabei selbst sensibler seiner Umwelt gegenüber.
»Ein Haus voller Wände« ist mehr als ein Bericht von einer Arbeit, das Buch umkreist die verschiedenen Aspekte, die sich in der kleinen Wohngruppe zeigen. Darüber aber vergisst es die Menschen nicht, die hier zusammenkommen und ihre schönen, traurigen, lustigen Momente teilen. So entsteht ein bewegender Roman zu einem der drängendsten Probleme unserer Zeit.
In Kooperation mit dem Verein für Politik & Kunst eV und verdi
Um 1900 ziehen von überallher junge Frauen nach München und wagen ein freies Leben als Künstlerinnen oder Schriftstellerinnen. Dafür nehmen sie ein hohes Risiko und prekäre Umstände in Kauf. Zu diesen Frauen gehören: Franziska zu Reventlow, Margarete Beutler und Emmy Hennings. Sie stehen im Mittelpunkt dieses Lesebuchs.
Das Aufbegehren gegen gesellschaftliche Schranken und bürgerliche Moral zeigt sich in ihren Lebensentwürfen und Texten. Freiere Formen des Zusammenlebens, Selbstbestimmung über den eigenen Körper und über ihre Sexualität sind ebenso zentrale Themen wie Unabhängigkeit, "freie Mutterschaft" und Prostitution. Als Künstlerinnen fordern sie öffentliche Aufmerksamkeit ein und prägen die Subkultur der Boheme zwischen München, Berlin und Zürich.
Im Buch finden sich Erzählungen, Gedichte, Essays und Briefe von Franziska zu Reventlow, Margarete Beutler, Emmy Hennings und anderen Frauen der Boheme zu diesen Themenbereichen. Ergänzt wird das Buch durch heutige Perspektiven in neuen Texten von Volha Hapeyeva, Florian Kreier, Mira Mann, Jovana Reisinger und Bettina Wilpert.
Achim "60" Bogdahn hat sich auf eine Reise durch Deutschland gemacht, um die höchsten Berge aller 16 Bundesländer zu erklimmen. Eigentlich interessiert er sich nicht wirklich fürs Wandern, aber als er von "Brocken-Benno" hört, der im hohen Alter noch regelmäßig den Berg im Harz besteigt und damit sogar im Guinnessbuch der Rekorde verzeichnet ist, hat auch Achim Bogdahn die Abenteuerlust gepackt. Damit er nicht alleine wandert, begleiten ihn Menschen aus den jeweiligen Regionen, ihn zu begleiten - von Bremen mit Henning Scherf bis zur Zugspitze mit Felix Neureuther. Weiter mit dabei: Hans-Joachim Watzke, der Chef von Borussia Dortmund, Ex-Bischöfin Margot Käßmann und Judith Holofernes (von Wir sind Helden")
Aus all diesen wunderbaren und zum Teil skurrilen Begegnungen mit Prominenten und Nicht-Prominenten ist ein Buch entstanden, über Deutschland, über Begegnungen und Gespräche, über Menschen und über das Leben - mit vielen Umwegen, Anekdoten und Exkursen.
"Volltreffer ins Gemüt" – Ein musikalisch-literarischer Abend über den Humorpessimisten Kurt Tucholsky
Kurt Tucholsky war in der Weimarer Republik einer der bedeutendsten Publizisten und hat in dieser Zeit seinem Deutschland gehörig die Leviten gelesen. Aber er schrieb auch über männliche Eitelkeit, die Grippe, über das Witzeerzählen und gegen Hunde. Und seine Gedichte werden selbst heute noch zu Chansons vertont. Die MUSENWUNDER Aline Joers, Patrick L. Schmitz und Franz Tröger lesen Werke und Briefe von Tucholsky, erzählen aus seinem Leben und singen die besten Lieder aus seiner Feder. Im CAPITOL erwartet uns ein inspirierender Abend mit viel Literatur und Musik.
Michaela May steht für vieles: das Urmünchnerische, Bodenständigkeit, unbändige Reiselust, Wohltätigkeit und schauspielerisches Können. Doch hinter ihrem strahlenden Lächeln verbirgt sich viel Ungesagtes. In ihrer Autobiografie beschreibt May ihre Familie – die lustige Oma Fanny, ihre Eltern, die ihr die Liebe zur Bühne und zur Musik in die Wiege legen, und die Geschwister, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie erzählt von ihrem Weg über den Tanz zu den ersten Rollen in Film und Fernsehen, von ihrer Liebe zur Natur und dem Durst nach Freiheit.
Michaela May öffnet mit diesem Buch eine Tür, die bislang verschlossen blieb und zeigt sich auf der CAPITOL-Bühne nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als Tochter, Schwester, Freundin und Partnerin.
Servus und habe die Ehre. Wir sind: Michael Ströll und Theobald O.J. Fuchs
Michael singt und spielt auf der Gitarre, weil er das schon seit vielen Jahren mit großem Erfolg tut, u.a. mit Buddy & the Huddle und The GoHo Hobos. Theobald schreibt seit 20 Jahren Geschichten, Glossen und Witze, je nachdem für das TITANIC-Magazin, den CURT oder die Fürther Nachrichten.
Es erwartet uns ein Musik-Literatur-Salat. Michael spielt auf seiner Gitarre ein schönes Lied, danach liest Theo eine schöne Geschichte vor, während sich Michael das nächste Stück aus seiner Sammlung wählt. Dasselbe spielt er, woraufhin Theo den nächsten Text hervorzaubert, uns so weiter und so weiter, bis die Zuhörer satt sind oder der Morgen graut.....